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Unsere Energie Experten geben 3 Tipps, die vor dem Einbau beachtet werden müssen, um einen reibungslosen Bau sicherzustellen

Was hat Ihr Zählerschrank mit der Wärmepumpe zu tun? Mehr, als man denkt.

Wer sich für eine moderne Wärmepumpe entscheidet, denkt meist an Effizienz, Umweltfreundlichkeit und niedrige Heizkosten – aber selten an den Zählerschrank. Dabei entscheidet genau dieser Schrank darüber, ob Ihre neue Heizung überhaupt ans Netz darf.

Viele Bestandsanlagen sind dafür schlichtweg nicht gerüstet: veraltete Sicherungen, kein Platz für Smart Meter oder Steuertechnik – und plötzlich steht das ganze Projekt still.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die drei wichtigsten Punkte, die Sie beim Zählerschrank beachten sollten – damit Ihre Wärmepumpe nicht an einem übersehenen Detail scheitert.

Wenn Sie sich vorab nur über den Zählerschrank informieren wollen, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel:

3 Tipps für Zählerschrank und Wärmepumpe

1. Zukunftssicher & normgerecht planen: APZ, SLS & Platzreserven

Für den Anschluss einer Wärmepumpe gelten klare technische Vorgaben – insbesondere für den Zählerschrank. Laut VDE-AR-N 4100 (gültig seit 2019) müssen neue oder geänderte Hausanschlüsse bestimmte Anforderungen erfüllen.

APZ-Feld: Der sogenannte Abschlusspunkt Zählerplatz (APZ) ist heute Pflicht. Hier werden Smart-Meter-Gateways oder andere Kommunikationseinheiten installiert – zentral für digitale Zähler und künftige Steuerlösungen. Wichtig: Das APZ-Feld muss im Schrank integriert und plombierbar sein – für Laien alles nicht ganz einfach.

SLS-Schalter: Anstelle alter Schmelzsicherungen kommt ein selektiver Hauptleitungs­schutzschalter (SLS) zum Einsatz. Dieser schützt die Anlage zuverlässig vor Überlastung und ist abschaltbar – ein Muss für moderne Energieanlagen.

Platzreserven: Der Schrank muss genügend Platz für Zusatztechnik bieten – insbesondere ein sogenannter Raum für Zusatzanwendungen (RfZ). Dort wird Steuer- oder Kommunikationstechnik untergebracht. Auch Platzreserven für künftige Erweiterungen sind sinnvoll – etwa bei zusätzlichen Stromzählern.

Praxis-Tipp: Alte Zählerschränke erfüllen diese Normen meist nicht. Ist kein APZ-Feld vorhanden oder fehlen Platzreserven, verlangen Netzbetreiber oft einen vollständigen Austausch – ohne diesen wird der Wärmepumpenanschluss verweigert.

Falls Sie sich in einem Video weiter über den Zählerschrank informieren wollen, empfehlen wir dieses Youtube Video:

2. Separater Zähler & Steuerungsmöglichkeit einplanen

Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist oft ein separater Stromzähler notwendig – etwa für einen vorteilhaften WP-Tarif. Laut VDE‑AR‑N4100 ist ein eigener Zählerplatz in „Dreipunkt-Ausführung“ (d. h. mit Spannungsversorgung) vorzuhalten, ebenso wie ein zusätzlicher Platz für Steuergeräte wie Rundsteuerempfänger.

Netzbetreiber verlangen zudem eine Steuerungsmöglichkeit, um die Wärmepumpe bei hoher Netzlast zu drosseln (§ 14a EnWG). Technisch bedeutet das: Zähler- und Steuerplatz müssen jeweils mit Spannungsversorgung ausgestattet und leitungsseitig vorbereitet sein – idealerweise durch ein Raum für Zusatzanwendungen (RfZ) im Schrank.

Fazit: Ohne einen eigenen WP-Zählerplatz und eine Steuerungsanbindung ist die Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber gefährdet – planen Sie das von Anfang an mit ein.

3. Erdung & Absicherung korrekt ausführen

Eine solide Elektrosicherheit beginnt bei der Erdung – und endet bei der passenden Absicherung für Ihre Wärmepumpe. Jede moderne Installation braucht eine geprüfte Haupterdung, z. B. über einen Fundamenterder (nach DIN18014) oder einen Tiefenerder, sofern zulässig. Ohne diesen Anschluss gibt es keine akzeptierte Installation.

Der Schutzpotentialausgleich – also die Verbindung aller leitfähigen Teile mit der Haupterdungsschiene (PAS) – muss ebenfalls gemäß DIN VDE0100‑540 umgesetzt und sauber dokumentiert sein.

Darüber hinaus braucht die Wärmepumpe eine eigene, korrekt dimensionierte Absicherung sowie eine leistungsfähige Zuleitung – üblicherweise dreiphasig mit 16–32A, je nach Leistung der WP. Zu schwache Leitungen führen zur Ablehnung der Abnahme durch Netzbetreiber. Sie merken schon, ganz schön viele neue Begriffe, gegenseitige Abhängigkeiten und technische Details, die es zu beachten gibt.

Diese Tabelle fasst die drei Tipps nochmal zusammen.

Tipp Worum geht’s? Wichtige Anforderungen
1. Zukunftssicher & normgerecht Der Schrank muss den aktuellen Normen entsprechen - APZ-Feld für Smart Meter
- Selektiver Hauptleitungsschutzschalter (SLS)
- Raum für Zusatzanwendungen (RfZ)
- Genügend Platzreserven
2. Separater Zähler & Steuerung Für WP-Tarif und Netzsteuerung sind extra Komponenten nötig - Separater Zählerplatz mit Spannungsversorgung
- Platz für Steuergerät (z. B. Rundsteuerempfänger)
- Steuerfähigkeit nach § 14a EnWG
3. Erdung & Absicherung Sicherheit und Netzverträglichkeit hängen an der Elektroinstallation - Geprüfte Haupterdung (z. B. Tiefenerder)
- Potenzialausgleich über PAS
- Eigene Absicherung (16–32 A)
- Ausreichend dimensionierte Zuleitung

Wenn Sie nicht die Zeit, den Kopf oder das Wissen haben, sich mit den oben erläuterten Inhalten auseinander zu setzen, hilft ein Energieberater.

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Warum Sie mit einer Energieberatung starten sollten

Viele denken beim Thema Wärmepumpe an Technik, Hersteller und Förderanträge – aber nur selten an die Grundlagen, die darüber entscheiden, ob ein Projekt überhaupt möglich ist. Genau hier setzt die Energieberatung an: Sie schafft Klarheit, bevor Investitionen getätigt werden.

Ein zertifizierter Energieberater prüft nicht nur Dämmstandard und Heizsystem, sondern auch, ob Ihre Hausinstallation – und speziell der Zählerschrank – den aktuellen technischen Anforderungen entspricht. Er erkennt frühzeitig, ob ein kompletter Schranktausch nötig ist, welche Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden können und wie Sie das Maximum an Förderung erhalten.

Gerade bei größeren Umrüstungen (z. B. mit Photovoltaik oder Wärmepumpe) hilft die Energieberatung, alle technischen Komponenten sinnvoll aufeinander abzustimmen – bevor es beim Netzanschluss zu bösen Überraschungen kommt.

Kurz gesagt: Wer mit einer fundierten Energieberatung startet, plant nicht nur normgerecht – sondern vermeidet auch teure Fehlentscheidungen und spart bares Geld.

Warum die Energieberatung der Deutsche Sanierungsberatung die richtige Wahl ist

Bei der Deutsche Sanierungsberatung wissen wir, wie komplex Sanierungs- und Modernisierungsprojekte sein können – besonders, wenn viele Gewerke zusammenspielen und technische Normen beachtet werden müssen.

Deshalb bieten wir mehr als nur Beratung: Unser Rundum-Service begleitet Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Förderzusage – inklusive iSFP, Fördermitteloptimierung und technischer Begleitung. Und ja: Wir schauen auch in den Zählerschrank.

Unsere zertifizierten Energieberater arbeiten nach höchsten Qualitätsstandards und erstellen in der Regel innerhalb von 14 Tagen Ihren individuellen Sanierungsfahrplan – schnell, fundiert und förderfähig.

Und das Beste: Mit unserer Energieberatung qualifizieren Sie sich dafür, dass wir Ihnen unverbindlich und kostenlos 3 Angebote von unseren geprüften Handwerkspartnern zukommen lassen. Egal ob Zählerschrank-Sanierung oder nicht, bei uns bekommen Sie also alles aus einer Hand und Energieberater, Handwerker und Kunden profitieren von der ausführlichen Planung und zentralen Datensätzen.

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Ihr nächster Schritt: Jetzt unverbindlich beraten lassen

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Sebastian Schmidt

Als Geschäftsführer der Deutschen Sanierungsberatung (dsb) leite ich das Unternehmen mit dem Ziel, Eigenheimbesitzern umfassende und verlässliche Beratung rund um Sanierung und Energieeffizienz zu bieten. Ich setze mich dafür ein innovative Lösungen und nachhaltige Konzepte für die Bau- und Immobilienbranche zu entwickeln. Mein Fokus liegt auf klarer Kommunikation und der Förderung eines engagierten Teams, um unseren Kunden bestmögliche Unterstützung und Vertrauen zu gewährleisten. Neben meiner beruflichen Tätigkeit engagiere ich mich für Umweltprojekte und die Förderung von Fachkräften im Bauwesen.
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Als Geschäftsführer der Deutschen Sanierungsberatung (dsb) leite ich das Unternehmen mit dem Ziel, Eigenheimbesitzern umfassende und verlässliche Beratung rund um Sanierung und Energieeffizienz zu bieten. Ich setze mich dafür ein innovative Lösungen und nachhaltige Konzepte für die Bau- und Immobilienbranche zu entwickeln. Mein Fokus liegt auf klarer Kommunikation und der Förderung eines engagierten Teams, um unseren Kunden bestmögliche Unterstützung und Vertrauen zu gewährleisten. Neben meiner beruflichen Tätigkeit engagiere ich mich für Umweltprojekte und die Förderung von Fachkräften im Bauwesen.

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