Warum sollten Fenster und Fassadendämmung zusammen erneuert werden?
Ein Fenstertausch bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Energieeffizienz eines Hauses zu verbessern. Doch um die maximale Wirkung zu erzielen, sollte der Austausch der Fenster idealerweise mit einer Fassadendämmung kombiniert werden.
Warum ist die Kombination aus Fenstertausch und Fassadendämmung sinnvoll?
Die beste Energieeffizienz wird erreicht, wenn Fenster und Fassade als ein abgestimmtes System betrachtet werden. Erfolgt nur der Austausch der Fenster ohne eine passende Dämmung der Außenwand, kann es zu folgenden Problemen kommen:
- Wärmebrücken: Bleibt die Wand ungedämmt, können trotz neuer Fenster erhebliche Wärmeverluste entstehen.
- Schimmelbildung: Die Temperaturunterschiede zwischen dem gedämmten Fenster und der kalten Außenwand fördern Feuchtigkeitsansammlungen.
- Ungenutztes Einsparpotenzial: Ohne eine moderne Dämmung bleibt die Energieeinsparung begrenzt.
- Höhere Sanierungskosten: Werden Fenster und Fassadendämmung separat durchgeführt, entstehen doppelte Montage- und Planungskosten.
Eine abgestimmte Sanierung stellt sicher, dass Fenster und Fassade optimal zusammenwirken, um den Energieverbrauch zu minimieren und ein gesundes Wohnklima zu schaffen.
Die richtige Reihenfolge: Erst Fenster oder erst Fassadendämmung?
Grundsätzlich gibt es drei gängige Vorgehensweisen für den Fenstertausch in Verbindung mit einer Fassadendämmung:
- Fenster und Fassade gleichzeitig sanieren
- Die beste und effizienteste Lösung, da beide Elemente perfekt aufeinander abgestimmt werden können.
- Keine Wärmebrücken, optimale Dichtheit und maximierte Energieeinsparung.
- Zuerst Fenster, dann Fassade
- Möglich, wenn die Dämmung erst später erfolgen soll.
- Das Fenster sollte in der Dämmebene platziert werden, um Wärmeverluste zu minimieren.
- Gefahr: Falls die Fassade nicht gedämmt wird, bleiben Wärmebrücken bestehen.
- Zuerst Fassadendämmung, dann Fenster
- Meist ungünstig, da die alten Fenster nach der Dämmung schwerer zu entfernen sind und eine neue Abdichtung erfordern.
- Kann nur in Ausnahmefällen sinnvoll sein, z. B. wenn Fenster noch in gutem Zustand sind und später nachgerüstet werden sollen.
Wie sollten Fenster eingebaut werden, um eine optimale Dämmung zu gewährleisten?
Die Positionierung der Fenster spielt eine zentrale Rolle für die Energieeffizienz. Es gibt drei Einbauvarianten:
- Fenster im Mauerwerk (klassischer Einbau):
- Einfach umzusetzen, aber problematisch bei späterer Dämmung.
- Risiko von Wärmebrücken.
- Fenster außenbündig an der Mauerwerkskante:
- Kann zu Wärmebrücken führen, wenn die Fassade erst später gedämmt wird.
- Nicht ideal für energieeffiziente Sanierungen.
- Fenster in der zukünftigen Dämmebene (bestmögliche Lösung):
- Das Fenster wird direkt in die Dämmungsebene gesetzt, wodurch Wärmeverluste minimiert werden.
- Erfordert eine fachgerechte Befestigung und Abdichtung, bietet aber die beste Energieeinsparung.
Welche Materialien und Systeme sind optimal?
Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollten die Fenster und die Dämmung optimal aufeinander abgestimmt sein. Besonders wichtig sind:
- Moderne Fenster mit Dreifachverglasung (U-Wert < 0,95 W/m²K)
- Wärmegedämmte Fensterrahmen zur Reduzierung von Kältebrücken
- Luftdichte Anschlussfugen durch dampfdiffusionsoffene Abdichtungsbänder
- Fassadendämmung mit hoher Dämmleistung (z. B. EPS, Holzfaser oder Mineralwolle)
Staatliche Förderungen nutzen
Sowohl für den Fenstertausch als auch für die Fassadendämmung gibt es staatliche Förderungen:
- BEG-Förderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude): Zuschüsse von bis zu 20 % für energieeffiziente Maßnahmen.
- KfW-Kredite: Günstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen.
- Steuerliche Abschreibung: Bis zu 20 % der Sanierungskosten lassen sich steuerlich absetzen.
Ein Experte kann Ihnen helfen, die besten Förderoptionen für Ihr Sanierungsprojekt zu finden.
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Fazit: Fenster- und Fassadensanierung richtig kombinieren
Um das Maximum an Energieeinsparung und Wohnkomfort zu erreichen, sollten Fenster und Fassadendämmung gemeinsam geplant werden. Die wichtigsten Punkte sind:
- Fenster in die Dämmebene setzen, um Wärmeverluste zu minimieren.
- Moderne, energieeffiziente Fenster mit hoher Dämmleistung wählen.
- Fassadendämmung mit niedriger Wärmeleitfähigkeit nutzen.
- Die richtige Reihenfolge beachten, idealerweise Fenster und Fassade gleichzeitig modernisieren.
- Fördermittel nutzen, um die Investitionskosten zu senken.
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